Das Qi

„Ein Mensch ohne Qi ist kein Mensch. Je älter der Mensch wird, desto weniger Qi hat er. Hat ein Mensch genug Qi, ist er wie ein Luftballon, der glänzt; hat er jedoch wenig Qi, gleicht er einem geschrumpften Luftballon.“ (Hin Chung Got)

Qi ist die Wurzel des menschlichen Lebens. Qi ist eine immaterielle Substanz, oft auch (Lebens-) Energie genannt, welche durch die Leitbahnen/Meridiane fliesst und die Basis des Seins darstellt. Alles, was existiert, ist eine Manifestation des Qi. Yin und Yang drücken nur die verschiedenen Qualitäten des Qi aus. Qi ist das, worum sich alles dreht, es ist die vitale Kraft, ohne die nichts funktioniert. Qi steckt in allem und bedingt alles.

Im Körper existieren verschiedene Arten von physiologischem Qi. Ein bekanntes Qi ist das Abwehr-Qi. Qi entsteht in der Mitte (Magen/Milz) und wird in erster Linie aus der Nahrung gewonnen. Zweitens erhalten wir es durch die Einatmung frischer Luft. Qi hat fünf ganz spezifische Funktionen: wärmen, bewegen, halten/heben, schützen und umwandeln.

Jedes Organ hat sein eigenes Qi. Die Summe des gesamten physiologischen Qi im Körper wird als Zheng-Qi bezeichnet und bedeutet „richtiges Qi“. Es kann auch als „Stärke“ des Körpers betrachtet werden. Qi ist jedoch nicht nur positive vitale Energie. Auch pathogenes (krankmachendes) Qi kann in den Körper eintreten, wenn das Abwehr-Qi geschwächt ist. Z.B. ein kalter Wind, welcher eine Erkältung hervorruft. Fehlt es an Qi, fühlen wir uns antriebslos und müde, haben keine Kraft für körperliche oder für geistige Aktivität. Ein Mangel an Qi kann sowohl zu Depression und Ängsten als auch zu Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen führen.

Sowohl mit Kräutern als auch mit Akupunktur kann der Fluss des Qi gefördert und können Qi-Blockaden gelöst werden. Ziel ist es stets, das Gleichgewicht und die innere Harmonie zu finden, die Gesundheit und damit das Wohlbefinden wieder herzustellen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. Mai 2011 um 17:33 Uhr
 
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