Ernährung (nach altchinesischer Gesundheitslehre)

Aussagekräftige Chinesische Sprichwörter:

„Essen ist Leben, Nahrung ist Medizin“.
„Ernährung muss passen, wie ein gut geschnittener Anzug.“
„Die Weisen lassen sich
vom Bauch leiten, nicht von den Augen.“


Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich die Ernährungsgewohnheiten und Lebensstile bei uns massgeblich verändert. Hektische Zeiten, Bewegungs- und Bewusstseinsmangel ist für viele Alltag. Auch die Wertschätzung des Essens hat abgenommen, das Essen in Ruhe ist manchmal nicht mehr möglich. Aus solchen Gründen werden oftmals sogar Mahlzeiten ausgelassen. Der Körper kommt öfters zu kurz. Das Bewusstsein darüber, was der Körper braucht und ihm gut tut, rückt in den Hintergrund. Manchmal bleiben auch die emotionalen Bedürfnisse ungestillt.

Aus der Sicht der altchinesischen Gesundheitslehre geht es nicht darum, wie viele Kalorien, Vitamine, Mineralstoffe zu sich genommen werden, sondern um Naturgesetze, die auf der ganzen Welt die gleichen sind. Die energetische Wirkung und die Geschmacksrichtung werden einbezogen, weil sie von zentraler Bedeutung sind. Der Mensch hat sich nach der Natur zu richten nicht umgekehrt! Wenn er mit der Natur lebt und die Gesetzesmässigkeiten einbezieht, die Jahreszeiten, die Konstitution, das Alter und allgemeines Befinden, trägt er zu seinem Wohlbefinden bei. Somit wird die Nahrung zu Medizin. Was esse ich wann und wie viel steht im Vordergrund.


Es werden verschiedene Aspekte der Nahrungsmittel und deren Wirkungen auf den ganzen Menschen betrachtet. Alle Nahrungsmittel sind einem der 5 Wandlungsphasen (Feuer, Erde, Metall, Wasser, Holz) zugeordnet, gemäss ihrer Geschmacksrichtung und Energetik. Die Wandlungsphasen kontrollieren und unterstützen sich gegenseitig, was auch bei den Lebensmitteln genutzt wird.

Das Einbeziehen der Energetik der Nahrung ist genau so wichtig wie das Einbeziehen von Krankheit, Konstitution, aber auch je nach Saison wird die Energetik angepasst. So wie bereits unsere Grossmütter und Urgrossmütter es taten, sind im Winter – im  Besonderen in unseren Breitengraden – wärmende Speisen und Gewürze sowie WARME Suppen und Wintergemüse angebracht, kühlende Sommernahrungsmittel wie Salate, Joghurt und dergleichen werden gemieden. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden. Sie beinhaltet möglichst etwas aus jeder Wandlungsphase.

Die Ernährung wird gemäss der individuellen traditionellen chinesischen Diagnose dem Disharmoniebild der Klientinnen und Klienten angepasst. Auch die Zubereitungsart von Speisen wird berücksichtigt. Extreme Umstellungen oder einseitige Diäten werden vermieden. Der ganzheitliche Aspekt der 5-Wandlungsphasen-Theorie widerspiegelt sich vielmehr in einer vielseitigen Ernährung.

Die chinesische Ernährungslehre gehört zur TCM wie die chinesische Arzneimitteltherapie oder die Akupunktur. Seit den Anfangszeiten der jahrtausendealten Traditionell Chinesischen Medizin werden Ernährung und Essensgewohnheiten bei einer Behandlung miteinbezogen. Die „richtige“ Ernährung ist eine wichtige, vorbeugende Massnahme gegen Krankheiten und spielt eine wesentliche unterstützende Rolle in jeder Therapie.

„Der Mensch ist was er isst!“

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juni 2011 um 09:40 Uhr
 
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